Rating: 3/5 (4/5) Mau beschreibt in seinem Buch, wie sich das Wesen der Grenze gewandelt hat. Von der einfachen Mauer oder dem Schlagbaum hin zu einem gestuften Verfahren, welches weit über die eigentliche Grenzlinie ausgreift und zwar sowohl in den jeweiligen Staat hinein, als auch darüber hinaus. Er zeigt auf, wie Mauern und Zäune zwar immer noch eine wichtige Komponente der globalen Mobilitätssteuerung sind, aber längst auch viele andere Elemente wie Visapolitiken, Abkommen mit Drittstaaten oder Überwachungstechnologien das Grenzensemble vervollständigen. Er tut das auf Grundlage seiner eigenen Forschung, verpackt diese aber so, dass es für Laien verständlich bleibt. Debatten in der Forschung werden daher auch nur gestreift und vieles bleibt überblicksartig. Für das Zielpublikum ist das ideal, weshalb das Buch 4 von 5 Sternen verdient. Für mich, der sich seit Jahren genau mit diesem Thema befasst, bietet das Buch wenig neues, weshalb es für mich nur 3 persönliche Sterne sind.